Englische Wörter wandern gern einmal nach Deutschland. Oft sind sie kürzer und griffiger. Meist bieten sie Unterscheidungsvorteile, indem sie Teilbedeutungen bestimmter Überbegriffe mit einem eigenen Wort versehen.

Sprache bildet die Realität der Sprechenden ab. Seit viele im Homeoffice arbeiten, werden auch mehr "Videotelefonate" geführt. Dieses unhandliche Wort wurde schnell durch „call“ ersetzt. Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Englischen, doch wurde hier längst in seiner Wortbedeutung ausgedehnt. Vom Anruf, über das Videotelefonat bis hin zur Telefonkonferenz, benutzen wir nur noch das Wort „call“.

Niemand sagt „Hördatei“. Alle sprechen vom „Audioclip". Beim „Hörbuch“ ist es genau umgekehrt. Die englische Version „Audiobook“ ist weniger verbreitet.

„Bike sharing“ ist kaum kürzer als „Fahrrad mieten“, bedeutet genau dasselbe und ist doch in aller Munde. Vielleicht klingt es einfach nur cooler?


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