Im bedrohten „Dannenröder Wald“ ist eine neue, sehr seltene Spezies gesichtet worden. Zuvor war diese Spezies bereits im ehemaligen „Hambacher Wald“ aufgetaucht. Die Artgenossen wohnen im Geäst, bauen dort ihre spärlichen Häuser. Der Medien- und Volksmund bezeichnet sie als „Baumbesetzer“ mitunter auch „Waldbesetzer“.


Das Besetzerframing erweckt den Eindruck einer aufgezwungenen Anwesenheit bei gleichzeitiger unrechtmäßiger Inanspruchnahme. Besatzungsmächte besetzen fremde Länder. Hausbesetzer besetzen fremde Häuser. Keine Frage: Besetzer sind (meist) Ärsche.


Das trifft jedoch kaum auf Leute zu, die Bäume erklettern, um diese vor Abholzung zu schützen. Vor allem, wenn niemand die Straße braucht, die dort gebraucht werden soll, aber alle den Wald brauchen, der dort abgeholzt werden soll.
Wir erinnern uns: Wir atmen aus - der Baum atmet ein. Der Baum atmet aus - wir atmen ein.


Anders auf der *husthust Autobahn: Das Auto atmet aus – wir atmen aus.
Hier ein weiteres Argument: Alle lieben Bäume. Nicht alle lieben Autos.
Also: Nennen wir die Leute einfach bei ihrem richtigen Namen: Baumschützer:innen.

Grafik: https://www.op-marburg.de/Landkreis/Ostkreis/So-viele-Baumbesetzer-wie-noch-nieIm bedrohten „Dannenröder Wald“


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🌳🌲🌳 Im bedrohten „Dannenröder Wald“ ist eine neue, sehr seltene Spezies gesichtet worden. Zuvor war diese Spezies...

Gepostet von Wortgucker am Mittwoch, 9. Dezember 2020