Heute mal das Thema Kriminalität:

Rocker haben ihre besonderen Betätigungsfelder“, sagt der Berliner Oberstaatsanwalt.

Na klar, Hüftschwung, Mopped, Bartpflege.
Wie zum Teufel haben es kriminelle Motorradgangs geschafft, mit einem derart verniedlichenden Euphemismus bedacht zu werden? Schließlich finden sich in ihren Reihen Gewalttäter, Erpresser, Mörder & wat weiß ich.
Aber anscheinend reichen Harley, Bart & Lederweste aus, um aus hartgesottenen Kriminellen, „Rocker“ zu machen.
Eins steht fest: Dieses Framing spielt den Kriminellen mehr als in die Hände.
Denn: Der Rocker an sich gilt als sympathisch. Entweder aus Respekt für Musikgeschmack, Freiheitsliebe & Männlichkeit. Oder eben aus Mitleid über Musikgeschmack, zwanghafte Unterordnung in Hierarchien & last but not least erbärmliche Männlichkeitsdarbietungen.
Also: Sollte man Kriminelle, die auch Lederwesten tragen & Motorrad fahren „Rocker“ nennen? Was finden das eigentlich die ganzen Nichtkriminellen Rocker?

Euer 👀wortgucker

Diskussion, Teilen & Likes wie gewohnt unter diesem ⬇️ Facebook-Post.

Heute mal das Thema #Kriminalität: „#Rocker haben ihre besonderen Betätigungsfelder“, sagt der Berliner...

Posted by Wortgucker on Montag, 4. Dezember 2017

PS
Rockiges Wording gibt es beim 👀wortgucker.
Folgt 👇 ihm & guckt, wie die Sprache uns steuert.
Facebook
Twitter