Das wird man doch wohl noch sagen dürfen... Als Lehrerin oder Lehrer in Berlin sind diese Zeiten vorbei. Auf einem Internetportal der AfD kann, wer möchte, Lehrerinnen und Lehrer ähm "melden", die sich kritisch zur AfD geäußert haben.

Bilanz der Aktion: 6800 ähm "Meldungen". Darunter dürften nicht wenige Fake-Meldungen aus der Social Media Aktion #MeldeChallenge sein. Vor allem AfD-kritische Twitter-User meldeten dort alles mögliche.

Twitter User mit Tweet über die #Meldechallenge.

Jetzt ist zu lesen: Die Datenschutzbeauftragte Berlins findet sich nicht zuständig, solange die Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Na, Leute kriegt ihr das denn nicht mit? Das ist doch keine "Kundendatei". Die AfD will den Gemeldeten doch keine "Rabbattmarken" schicken. Hier gehts doch nicht um Datenschutz. Das Problem ist doch, dass hier jeder jeden melden kann. Klar bleiben die Daten nur bei der AfD. Das ist ja das Gefährliche in diesem Fall. Das Problem ist doch, dass die AfD damit machen kann, was sie will. Und was sie damit vorhat, verrät ihre Sprache. Schaut mal genau hin.

Die schreiben: "Nicht der, der einen Gesetzesverstoß meldet, ist ein 'Problem', sondern der, der gegen das Gesetz verstößt."

Die AfD betreibt dort also aus eigener Sicht ein "Meldeportal für Gesetzesverstöße". Aber es wird noch besser. Was macht man mit den ganzen Meldungen? Na man kümmert sich gleich selbst drum. So kam es bereits zu "15 Problemlösungen durch Kontakte zu Betroffenen".

Da wird einem gleich ganz warm ums Herz. Man sammelt nicht nur Daten über politisch missliebige Lehrer, nein man kümmert sich auch gleich noch um diese "Gesetzesverstöße".